… die Frau im Mond zu sichten.
(i): Video in 1080p / Full HD, 54,6 MB
… die Frau im Mond zu sichten.
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Während ich diese Zeilen hier schreibe, ist die italienische Bevölkerung von der Corona Pandemie mit über 20-tausend Todesfällen schwer getroffen. Bei unserem Besuch vor gut einem Jahr pulsierte das Leben in Venedig, woran ich erinnern möchte und worin ich gleichzeitig auch Hoffnung setze. Nämlich, dass die Lage sich nicht nur in Italien, sondern in allen Ländern schnellst- und bestmöglich positiv verändert.
Auf private Initiative hin wurde zum Glück ein Museumsbetrieb begonnen, der in den 1990ern Aufschwung bekam und inzwischen einen Teil der Gebäude wieder im restaurierten Zustand zeigt. Einige wenige Räume wurden dabei möglichst originalgetreu möbliert.
Mit dem Museum hat man eine besondere Mischung aus Geisterstadt, Verfall und historischem Museum, die Ausstellung zur Geschichte im ehemaligen Kasino ist ebenfalls sehenswert.
Dabei gilt es nicht zu vergessen, dass Kolmanskop nicht nur Paradies mit zweigeschossigen Villen war. Es war zugleich Sperrgebiet, unerlaubtes Betreten wurde drastisch bestraft. Die Bedingungen für die Arbeiter lagen auf niedrigem Niveau, sie lebten in einfachen Holzbaracken und hatten am Reichtum keinen Anteil.
Auch dieser Teil der Geschichte führte vermutlich dazu, dass die Bevölkerung die verlassene Siedlung gerne der Wüste überließ. Die Gebäude waren somit „Freiwild“ für alles, was man gebrauchen konnte. Daher sind aus vielen Räumen die Dielen sowie die Balken der Fußböden verschwunden. Vermutlich wurden sie als Bau- oder Feuerholz anderweitig verwendet.
Der Ort wurde also nach und nach wieder Wind und Sonne sowie der Wüste überlassen. Dank der extrem trockenen Luft sind die Gebäude und große Teile der Inneneinrichtung gut erhalten, auch wenn einige Gebäude nach und nach verfielen.
Der Sand sucht sich seinen Weg in viele der Gebäude und bildet aufgrund der Stürme in vielen Räumen regelmäßig neue interessante Dünenlandschaften im Kleinformat. Beeindruckend, wenn man bedenkt, dass diese Naturgewalten früher die Einwohner von Kolmanskop meistern mussten.
Die Siedlung hat eine durchaus bewegte Geschichte. Nach einer ertragreichen Zeit folgte der Niedergang. Einst dank der immensen Diamantenfunde und der relativ geringen Einwohnerzahl wohl reichste Stadt Afrikas, ging es nach Ausbeutung der nahegelegenen Diamantenfelder bergab.
Der Abbau von Diamanten wurde zwar fortgesetzt jedoch immer weiter nach Süden verlagert, weshalb die Bewohner die Siedlung Kolmanskop verließen.
Es war schon ein wenig gespentisch im ehemaligen Diamantsucher Camp, welches quasi durch einen Diamanten-Rausch ab 1908 schnell zur kleinen aber wohlhabenden „Kommune“ im lebensfeindlichen Nirgendwo aufstieg.
Bei unserem Besuch im Oktober 2013 war am Morgen zunächst niemand sonst vor Ort, etwas später machte ein Wachposten die Runde, der gleichzeitig den Eintritt bei Nicole und den foto permit bei mir kassierte.
Sonst war es in den Gebäuden relativ leer, größere Reisegruppen blieben mir beim Erkunden zum Glück erspart. Ebenso waren keine Schlangen in Sicht, die sich wohl ab und an ganz gern in den Gebäuden über Nacht verkriechen. Aufpassen sollte man dort also vor allem am frühen morgen, insbesondere die Puffotter soll sich recht geschickt im Sand tarnen.
Nein, es geht nicht um den großen Garten, sondern um unseren. Der ja auch recht groß ist, aber dann auch nicht so groß, dass er in Konkurrenz mit den königlichen Gärten zu Herrenhausen treten könnte.
Dennoch, hier blüht und grünt es auch sehr schön. Und wir können jederzeit hinein, genießen und abschalten.
… ist es vor allem der Mix aus Wandkacheln und die Holzplanken als Fußboden oder Deckentägelung, welche die Kirchen auf Madeira kennzeichnen.
Beide, die für Portugal typischen Azulejos, und die an hölzerne Schiffsdecks erinnernden Holzplanken sind wohl deutlich dem portugiesischen Seefahrer-Erbe geschuldet.
… war ich – von heute (März 2020) gerechnet – auf Madeira. Den größten Teil der Impressionen von der Blumeninsel hatte ich bereits kurz nach der Reise hier im Blog veröffentlicht. Was noch fehlt(e) sind die Innenansichten der Kirchen. Besucht habe ich – so ist es zumindest in meienr Erinnerung gespeichert – die Kirchen der kleineren Orte und Dörfer im Westteil der Insel.
Selbst in den entlegeneren Orten waren die Sakralbauten innen größtenteils von enormer Vielfalt geprägt. Dabei zugleich sehr prunkvoll anmutend, was sicherlich erschlagend auf uns protestantisch Norddeutsche wirken dürfte.